Die Verkehrsplanung geht uns alle an. Vom fließenden über den ruhenden Verkehr, vom Fußgänger- über den Radfahrverkehr bis hin zum öffentlichen Personennahverkehr wird unser Tagesablauf wesentlich durch das Verkehrsgeschehen mitbestimmt. 

Mit dem Verkehr sind auch Beeinträchtigungen von Mensch und Umwelt verbunden. Es gilt auch diese im Rahmen der Verkehrsplanung im Blick zu behalten und Maßnahmen zur Umweltverträglichkeit des Verkehrs anzustoßen. Somit gehören Steuerung und Entwicklung des Verkehrsablaufs innerhalb der Stadt zu den wesentlichen Elementen und Aufgabengebieten einer zukunftsorientierten Stadtentwicklungsplanung.


Innerstädtischer Verkehr

Elektromobilität

Elektrofahrzeugen gehört die Zukunft. Dies gilt insbesondere für den innerstädtischen Verkehr, da durch die E-Fahrzeuge weder Lärm noch Abgas erzeugt werden. Wird der benötigte Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt, schont es auch an anderer Stelle die Umwelt.

Bereits seit 2014 befindet sich die ersten Ladesäulen in der Stadt. Die erste Station wurde in der Hohenzollernstraße, in unmittelbarer Nähe zum Neuen Rathaus, im Rahmen der Aktion "e-mobil-saar" gefördert. Das Angebot an Ladestationen wird nach und nach erweitert.

Weitere Informationen


Lärmaktionsplan

Lärmaktionsplan Völklingen Stufe II

Auf der Grundlage der am 25. Juni 2002 vom Europäischen Parlament verabschiedeten Richtlinie 2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm (Umgebungslärmrichtlinie) sind die Kommunen verpflichtet Lärmaktionspläne gem. § 47e Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) zu erstellen. In der Lärmaktionsplanung Stufe II waren auf der Grundlage der Lärmkartierungen 2012 mit Darstellung der Verkehrslärmbelastung im Umfeld von Hauptverkehrsstraßen (mit einer durchschnittlichen täglichen Verkehrsstärke von ca. 8.200 Fahrzeugen) konkrete Maßnahmen auszuarbeiten, um so die Lärmbelastung zu verringern bzw. nicht noch weiter ansteigen zu lassen.

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 14.12.2017 den Lärmaktionsplans der Stufe II beschlossen.

Mit dem Beschluss des Lärmaktionsplans verpflichtet sich der Stadtrat und damit die Verwaltung, auf die Umsetzung der im Plan vorgeschlagenen kurz-, mittel- und langfristig umzusetzenden Maßnahmen zur Lärmminderung bzw. zur Lärmschutzvorsorge an den betroffenen Straßen hinzuwirken. Innerhalb der öffentlichen Verwaltung ist der Lärmaktionsplan als ein auf Lärmschutz bezogener Fachplan im Rahmen von Planverfahren sowie bei Behördenentscheidungen im Rahmen der Abwägung unterschiedlicher Belange zu berücksichtigen und somit abwägungserheblich. Der Lärmaktionsplan stellt aber keine eigenständige Rechtsgrundlage für die Anordnung von Lärmschutzmaßnahmen dar; von ihm geht auch keine unmittelbare rechtliche Wirkung für oder gegen Bürgerinnen und Bürger aus. Der Lärmaktionsplan ist ein strategisches Planungsinstrument, das grundsätzlich regelmäßig fortgeschrieben werden muss und damit in seiner gesamtstädtischen Wirkung langfristig angelegt ist.

Die für Völklingen als erfolgversprechend ermittelten Lärmminderungsmaßnahmen umfassen als Maßnahmen an der Quelle zum einen Reduzierungen der zulässigen Geschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h in sogenannten besonders belasteten "Aktionsbereichen", und zum andern, bezogen auf die Wirkung innerhalb der Aktionsbereiche auch alternativ möglich, den Einsatz lärmmindernder Fahrbahnoberflächen (s. Kap. 4.2, ab S. 31 des Erläuterungsberichts). Darüber hinaus werden sonstige übergreifende Maßnahmen in unterschiedlichen Bereichen angegeben, mit denen zur Lärmreduzierung beigetragen werden kann. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang insbesondere verstärkte Kontrollen, das Aufstellen von Radarsäulen und Geschwindigkeitsanzeigetafeln, bauliche Maßnahmen an den Ortseingängen, Flüsterabdeckungen für Kanaldeckel, die Attraktivierung des ÖPNV, des Fahrrad- und Fußverkehrs, den Ausbau von Car-Sharing oder das Werben bei den Bürgern für eine lärmmindernde Fahrweise (s. Kap. 4.3, ab S. 34).

Der Lärmaktionsplan Stufe II in der vom Stadtrat beschlossenen Fassung kann über die folgenden Links eingesehen und heruntergeladen werden:

Lärmkartierung Stufe III 2017

Als Grundlage der Lärmaktionsplanung Stufe III erfolgte im Dezember 2017 eine erneute saarlandweite Kartierung. Mit dieser strategischen Lärmkartierung wurde die schon 2012 erfolgte Erfassung und Darstellung der Geräuschbelastung entlang der relevanten Straßen sowie die Ermittlung der Zahl der von Lärm betroffenen Personen, der Anzahl der betroffenen Wohnungen, Schulen, Krankenhäuser sowie der belasteten Flächen aktualisiert.

Innerhalb des Stadtgebiets von Völklingen ergeben sich daraus im Vergleich zu 2012 nur unwesentliche Veränderungen in den Betroffenheiten der Straßenanlieger.

Die für die entsprechenden Hauptverkehrsstraßen von Völklingen kartierten Belastungen, unterschieden in den Tageszeitraum (6:00 Uhr bis 22:00 Uhr, Plan LDEN) und den Nachtzeitraum (22:00 Uhr bis 6:00 Uhr, Plan LNIGHT), können über nachfolgenden Link eingesehen und heruntergeladen werden:

Lärmaktionsplan Völklingen Stufe III

Während in der Stufe II (s. oben) auf der Basis von Lärmkartierungen aus dem Jahr 2012 für die Stadt Völklingen konkrete Maßnahmen ausgearbeitet wurden, mit denen die Verkehrslärmbelastung verringert bzw. ein weiteres Ansteigen verhindert werden könnte, ging es in der Stufe III darum, auf Grundlage der aktualisierten Lärmkartierungen aus 2017 (s. oben) die Betroffenheiten entlang der relevanten Straßen sowie die entwickelten Maßnahmen zu überprüfen und den Plan gegebenfalls zu überarbeiten. In der Stadt Völklingen wurden die Bundesautobahn 620, die Bundestraße 51 sowie die Landesstraßen 136, 163, 164, 165, 271 und 287 berücksichtigt. In einem Prüfbericht der Stufe III wurde dazu dokumentiert, dass die Veränderungen zwischen 2012 und 2017 sowohl in den Lärmbelastungen als auch in den Betroffenheiten unwesentlich sind, und daher eine Überarbeitung des Lärmaktionsplans Stufe II nicht erforderlich ist. In Ergänzung des Lärmaktionsplans Stufe II wurden in der Stufe III jedoch zusätzlich sogenannte "ruhige Gebiete" festgesetzt, bei denen bei künftigen Planungen darauf zu achten ist, dass diese Gebiete keiner weiteren Lärmbelastung ausgesetzt werden.

Der Rat der Stadt Völklingen hat in seiner Sitzung am 27.09.2018 den entsprechenden "Bericht zur Information der Öffentlichkeit und zur Weiterleitubng an die Europäische Kommission" beschlossen.

Dieser Bericht kann über den nachfolgenden Link eingesehen werden.

Die Überprüfung des Lärmaktionsplans ist in einem 5-Jahresrhythmus vorgesehen.


Verkehrsentwicklungsplan (VEP)

Was ist ein Verkehrsentwicklungsplan

Der VEP stellt die strategische Rahmenplanung einer Kommune dar, in der die verkehrlichen Ziele für einen Planungszeitraum von 10 - 15 Jahren festgelegt und Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele aufgezeigt werden. Wichtig ist dabei, dass alle Verkehrsarten des Mobilitätsgeschehens (ruhender Verkehr, fließender Verkehr, Fuß- und Radfahrverkehr sowie der Öffentliche Personennahverkehr) mit in die Untersuchungen einbezogen werden. Dadurch soll die Chancengleichheit aller Bevölkerungsgruppen im Hinblick auf die Mobilität gewährleistet werden. Dies kann nur gelingen, wenn die Balance zwischen einer sozialen Ausgewogenheit, einer städtebaulichen und ökologischen Verträglichkeit sowie der ökonomischen Vernunft eingehalten wird. Unter diesen Aspekten stellt der VEP ein grundlegendes Element für die weitere Stadtentwicklung Völklingens dar.

Warum ein neuer Verkehrsentwicklungsplan?

Der aus dem Jahre 1988 stammende Verkehrsentwicklungsplan (VEP), damals hieß er übrigens noch "Generalverkehrsplan", genügte nicht mehr den Anforderungen an eine moderne und nachhaltige Verkehrsplanung. Neue Anforderungen an die Mobilität sowie die Ansprüche an die Lebens- und Umweltqualität haben sich grundlegend geändert. Vor diesem Hintergrund hat der Stadtrat 2014 die Aufstellung eines neuen und zeitgemäßen Verkehrsentwicklungsplans beschlossen. Das Verkehrsplanungsbüro R+T aus Darmstadt wurde mit der Erstellung eines solchen Verkehrsentwicklungsplans bauftragt.

Bestandsaufnahme und Analyse

Aufbauend auf umfangreichen Verkehrszählungen und Verkehrsbefragungen, auf den Beratungen des Verkehrsforums sowie unter Einbeziehung der Beiträge der Bürger erfolgte die Phase der Bestandsaufnahme und der Bestandsanalyse sowie die Entwicklung von Leitlinien und Zielen. Der entsprechende Analysebericht sowie die dazugehörigen Planwerke wurden am 28.09.2016 in der Sitzung  des zuständigen Stadtratsausschusses, dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, als Grundlage zur weiteren Bearbeitung des VEP gebilligt. Die in der Sitzung vorgestellte Präsentation kann über den nachfolgenden Link eingesehen werden.

1. Bürgerwerkstatt

Zur direkten Einbindung der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Völklingen in die Erarbeitung des VEP wurden mehrere Bürgerwerkstätten durchgeführt. Die erste Veranstaltung dieser Art fand bereits im November 2015 in der Kulturhalle in Wehrden statt. Schwerpunktthema war die Analyse der bestehenden Situation in Sachen Verkehr und Mobilität in Völklingen. Ziel der Werkstatt war es, Meinungen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger direkt zu erfragen, um sie in der Aufstellung des VEP berücksichtigen zu können. Dabei ging es insbesondere um Fragen an die Bürgerinnen und Bürger wie: Wo sehen Sie die Hauptproblempunkte im Bereich des Verkehrsgeschehens?, Wo gibt es Verbesserungsbedarf?, Welche Bedürfnisse und Ansprüche sollten berücksichtigt werden? Die Anregungen aus der 1. Bürgerwerkstatt wurden im Analyseteil des VEP berücksichtigt (siehe oben). Das Protokoll der 1. Bürgerwerkstatt kann über folgenden Link eingesehen werden.

2. Bürgerwerkstatt

Nach der Phase der Analyse und Datenerhebung sowie der Zielformulierung wurden auf Grundlage eines daraus entwickelten Verkehrsmodells erste Konzepte und Maßnahmen zur möglichen Lösung erkannter Probleme und zur zukünftigen Verbesserung der Verkehrsverhältnisse erarbeitet. Unter dem Oberziel der Steigerung der Qualität, in Völklingen zu leben und zu arbeiten, geht es dabei u.a. um die Fragen:

  • wie kann die Mobilität aller Bevölkerungsgruppen sichergestellt und gefördert werden?
  • Wie wird der Kfz-Verkehr verträglicher bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Anforderungen der Wirtschaft und der Geschäftswelt?
  • wie sieht der Busverkehr der Zukunft in Völklingen aus?
  • wie wird Radfahren und Zufußgehen in der Stadt attraktiver und sicherer?

Die Maßnahmen und Konzepte wurden auf der 2. Bürgerwerkstatt am 18.11.2017 vorgestellt und diskutiert. Die von Seiten der Bürger eingebrachten Anregungen und Ergänzungsvorschläge können dem unten stehendem Protokoll der Veranstaltung entnommen werden.

Verkehrsforum

Um alle für die Stadt Völklingen in Sachen Verkehr wesentlichen Meinungsbildner von Anfang an aktiv in die Arbeit an der Verkehrsentwicklungsplanung einzubeziehen, wurde ein "Verkehrsforum" gebildet. Es setzt sich zusammen aus örtlichen Vertretern der Politik, der Wirtschaft, verschiedener Organisationen, Vereinen und Initiativen. Das Verkehrsforum hat als externer Beirat beratende Funktion und die Aufgabe, Empfehlungen für die Bearbeitung des VEP, politische Beschlüsse hierzu und die Verwaltung zu erarbeiten.

Bisher fanden drei Sitzungen dieser Arbeitsgruppe statt:

die erste, konstituierende Sitzung am 16.06.2015 diente vorrangig der Sammlung von Informationen über zu beachtende Eckpunkte und der Verdeutlichung verkehrsrelevanter Problempunkte aus der Sicht der Forumsteilnehmer.

In einer zweiten Sitzung am 12.05.2016 wurden die Analyseergebnisse vorgestellt und diskutiert sowie der nächste Schritt der Festlegung von Leitbildern und Zielen vorbereitet.

Die dritte Sitzung des Verkehrsforums im September 2017 hatte die zwischenzeitlich erarbeiteten Textkonzepte und Maßnahmenvorschläge zum Inhalt.

Abschließend wird das integrierte Gesamtkonzept dem Forum im April 2018 in seiner letzten Zusammenkunft zur Diskussion gestellt.

Die Ergebnisse der bisherigen Sitzungen des Verkehrsforums sowie die dabei gezeigten Präsentationen können über die nachfolgenden Links eingesehen werden.

Aktuelle Version des VEP

Der Verkehrsentwicklungsplan (VEP) Völklingen wurde vom Rat der Stadt Völklingen in seiner Sitzung am 21.02.2019 beschlossen. Der VEP besteht aus einem Textteil mit Erläuterungen zur Analyse, zur Prognose, zur Planung und zur Umsetzung und Evaluierung mit Anlagen (Zielkatalog, Protokolle der Bürgerwerkstätten) sowie aus einem Planteil mit farbigen Darstellungen im DIN A3-Format  zu den jeweiligen Text-Kapiteln.

Pläne und Erläuterungstexte können hier heruntergeladen werden: