Vorausschauende räumliche Planung ist eine der Kernaufgaben der Stadtplanung. Ihr obliegt im besonderen die Gesamtstadtplanung, die Aufstellung von Flächennutzungsplan und Bebauungsplänen. Die Stadtplanung bereitet durch die Erarbeitung von Planungsgrundlagen und Planungskonzepten die Entscheidungen des Rates zur Stadt- und Verkehrsplanung vor und setzt diese durch die vorbereitende (Flächennutzungsplan) und verbindliche Bauleitplanung (Bebauungsplan) um.

Die Stadtplanung erfasst Planungsgrundlagen, die für die Entwicklung der Stadt von grundlegender Bedeutung sind. Die Stadtplanung vollzieht wesentliche Teile des Baugesetzbuches im Bereich der Bauleitplanung, der Beurteilung von Baugesuchen, der Sicherung der Bauleitplanung und Stadtsanierung. Die Bebauungspläne können bei der Stadtplanung eingesehen werden.

Zahlreiche aktuelle Bau- und Planungsprojekte dokumentieren die Vielfalt der Stadtentwicklung. Im Rahmen der Stadtplanung sind die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen miteinander in Einklang zu bringen. Stadtplanung soll dazu beitragen, eine menschenwürdige Umwelt zu sichern und dabei die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zu verbessern. Darüber hinaus soll die städtebauliche Gestalt und das typische Orts- und Landschaftsbild Völklingens erhalten und entwickelt werden.


Fördergebiete & -programme

Nachfolgend dargestellt die Dokumenationen zu den verschiedenen Fördergebieten und -programmen im Rahmen der Stadtentwicklung.

Sanierungsgebiete

Interreg IV

Das Blaue Band

Mit dem Interreg IV-A-Projekt „Das Blaue Band – Die Saarachse als Impulsgeber für eine Neuorientierung der grenzüberschreitenden Agglomeration“ starteten mehrere französische und deutsche Partner Ende 2008 einen grenzüberschreitenden Planungs- und Umsetzungsprozess mit dem Ziel, die urbane Flusslandschaft an der Saar von Sarralbe bis Völklingen aufzuwerten und zu entwickeln.

Durch das Projekt sollten urbane Qualitäten in den Wasserlagen geschaffen und Freiraumqualitäten verbessert werden, Freiräume und Stadtquartiere mit dem Fluss vernetzt werden, die Saarachse als grenzüberschreitende Leitlinie für Tourismus und Naherholung genutzt werden sowie der Hochwasserschutz gefördert und die Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt werden.

In einer ersten Projektphase wurde ein Masterplan erarbeitet und ein Aktionsprogramm unter Vernetzung bestehender und geplanter Projekte sowie Priorisierung zukünftiger Maßnahmen erstellt. In der 2. Projektphase („Das Blaue Band der Saar, Saar leben: Umsetzung der Raumvision“) gingen dann einzelne Maßnahmen konkret in die Umsetzung. In Völklingen wurde das Projekt „Aufwertung des Knotenpunktes an der Rosselmündung“ als förderwürdig anerkannt. Im Bereich der Rosselmündung trifft das Blaue Band der Saar auf die Wald- und Bergbauachse, die sich nördlich in den Saarkohlenwald und südlich in den Warndt fortsetzt. Diese Kreuzungsfunktion manifestiert sich auch im Zusammentreffen mehrerer überregionaler Rad- und Wanderwege, wie z. B. dem Saar-Rad-Weg, dem Saarland-Radweg und Velo visavis. Allerdings war diese Scharnierfunktion zwischen den Landschaftsachsen bislang nur eingeschränkt wirksam, so dass verschiedene Maßnahmen geplant und umgesetzt worden sind.

Soziale Stadt

Soziale Stadt

Die Stadt Völklingen nimmt seit 1999 an dem von Bund und Ländern aufgelegten Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" teil. Ziel dieses Programms ist, die Lebensbedingungen in benachteiligten Stadtteilen mit Hilfe von städtebaulichen Maßnahmen in das Wohnumfeld, in die Infrastruktur und in die Qualität des Wohnens umfassend zu verbessen. In benachteiligten Stadtteilen sind die Probleme oft sehr komplex. Veraltete Gebäude mit unmodernen Wohnaufteilungen, eine unzureichende, nicht an den Bedürfnissen der Bewohnerschaft ausgerichtete Infrastruktur sowie ein negatives Image sind nur einige Merkmale sogenannter "benachteiligter Stadtteile bzw. Teilgebiete", auch Quartiere genannt. Gerade in solchen Stadtteilen oder Quartieren ist es ganz wichtig, den gesellschaftlichen Zusammmenhalt zu stärken und die Integration aller Bevölkerungsgruppen zu verbessern.

Wichtige Partner bei der Umsetzung der Maßnahmen sind einerseits die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils/Quartiers selbst, aber auch Unternehmen und Akteure, die an der Verbesserung der Situation im betreffenden Stadtteil/Quartier Interesse haben und sich gerne dafür einsetzen bzw. engagieren wollen. Maßnahmen, die mit Hilfe des Städtebauförderprogramms umgesetzt werden, sollen so konzipiert sein, dass sich die Bewohnerschaft und die Akteure mit Rat und Tat daran beteiligen können.

Derzeit gibt es zwei Soziale-Stadt-Programmgebiete in Völklingen:

  • Programmgebiet Wehrden und Innenstadt
  • Programmgebiet Nördliche Innenstadt

 

Resultierend aus dem integrierten Ansatz werden zur Umsetzung des Soziale-Stadt-Programms sog. Querschnittsaufgaben bearbeitet. Dazu zählen u.a. die Fortschreibung des Integrierten Entwicklungskonzeptes, der Erfahrungsaustausch mit den anderen Programmkommunen des Saarlandes, die Öffentlichkeitsarbeit, das Stadtteilmanagement, die Einrichtung einer interdiszipliären Lenkungsgruppe aus Fachleuten usw.


Informationen & Berichte zum Herunterladen


Kontakt:
Stadt Völklingen
Stadtteiltreff
Kreppstraße 5
66333 Völklingen
Tel: +49 6898 132460
Tel: +49 6898 132461

Öffnungszeiten vormittags:
Mo bis Fr von 9.00 bis 12.00 Uhr
Mi von 12:00 bis 16:00 Uhr

Sprechstunde der Stadtteilmütter Völklingen:
Dienstags 09.00 bis 12.00 Uhr im Stadtteiltreff


Auf Quartiersebene können Bürgerinnen und Bürger die Aktivitäten der ehrenamtlich arbeitenden Stadtteilforen unterstützen und ihre Ideen für Verbesserungen einbringen.  Die Stadtteilforen und ihre Arbeitsgruppen nehmen die Interessen der Quartierbewohnerschaft des jeweiligen Stadtteils gegenüber der Stadtverwaltung und der Kommunalpolitik auf der Basis ihrer Geschäftsordnung wahr. Sie sind wichtige Ansprechpartner, um das integrierte Entwicklungskonzept und die daraus abgeleiteten Projekte im jeweiligen Stadtteil abzustimmen, umzusetzen bzw. zu begleiten.

Die Stadtteilforen stehen allen Bürger/innen offen, die im Stadtteil wohnen oder in besonderem Maße mit dem Stadtteil verbunden sind. 

Die Stadtteilforen entscheiden über Anträge zur Verwendung von Mitteln aus den jeweiligen Verfügungsfonds eigenständig auf der Grundlage ihrer Geschäftsordnungen. Anträge stellen können Einzelpersonen, Gruppierungen, Vereinen und Gewerbetreibende. Mit dem Verfügungsfonds sollen kleinere, in sich abgeschlossene Maßnahmen, die keine Folgekosten beinhalten, gefördert werden. Insbesondere sollen die Maßnahmen darauf abzielen, den Gemeinschaftsgedanken zu fördern, das Zusammengehörigkeitsgefühl und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Dabei sollen Selbsthilfepotenziale aktiviert und die im Gebiet Lebenden und Arbeitenden in den Prozess der Sozialen Stadt, die umfassende und ganzheitliche Aufwertung des Aktionsgebietes integriert werden. 

Förderfähig sind z.B.:

  • Einzel- und Gruppenaktivitäten – insbesondere gruppenübergreifend,
  • Bürgerinformationen, Öffentlichkeitsarbeit,
  • Veranstaltungen, die dem Zusammenleben von Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlicher Herkunft dienen,
  • Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen,
  • Wohnumfeldverbesserungen, Verschönerungsmaßnahmen,
  • kleinere Investitionen,
  • innerörtliche, vereinsübergreifende Wettbewerbe im sportlichen und / oder kulturellen Bereich,
  • Unterstützung von Aktivitäten der Kindergärten und Schulen – insbesondere zur generationsübergreifenden Zusammenarbeit und zur Öffnung hin zu Vereinen, sozialen und kulturellen Einrichtungen.

Kontakt:
Stadtteilforum Wehrden
Tel: +49 6898 298876

Stadtteilforum Nördliche Innenstadt
Tel: +49 6898 23997

Programmgebiet Wehrden

Das ca. 183 ha große Programmgebiet hat derzeit 8340 Einwohner/Innen (Stand 31.12.2013). Anfänglich auf den Bereich „Unteres Wehrden“ begrenzt wurde das Fördergebiet mehrmals erweitert. Im Teilgebiet Innenstadt verstärken sich soziale, ökonomische und städtebauliche Mängel gegenseitig. Ein hoher Anteil an Bewohnern mit Migrationshintergrund und niedrigem Einkommen, Ladenleerstände sowie starke Mängel in der Bausubstanz sind die Hauptmerkmale des Quartiers. Das Teilgebiet Unteres Wehrden ist durch einen hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, städtebauliche Mängel und Defizite in der sozialen Infrastruktur gekennzeichnet.

Die Sozialstruktur im Teilgebiet Wehrdener Berg unterscheidet sich wesentlich von den beiden anderen Quartieren. Ein hoher Anteil an Senioren sowie an Bewohnern mit niedrigem Einkommen leben überwiegend in den Hochhäusern und Geschosswohnungen der Völklinger Wohnungsgesellschaft. Städtebauliche Mängel in der Schaffhauser Straße und Defizite in der Versorgung mit Angeboten der sozialen Infrastruktur für die überwiegend deutsche Bevölkerung überlagern sich mit unterausgelasteter Gebäudesubstanz.

Luftaufnahmen der einzelnen Quartiere

Quartier Innenstadt

Quartier Unteres Wehrden

Quartier Wehrdener Berg

Soziale Stadt: Projekte in der Nördlichen Innenstadt

Für das Quartier der nördlichen Innenstadt wurde 2014/2015 ein angepasstes integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept erarbeitet und damit die Aufnahme dieses Quartiers als neue Gesamtmaßnahme in das Förderprogramm "Soziale Stadt" beantragt. Zur inhaltlichen Vorbereitung dieses Konzeptes wurde eine sogenannte "Zukunftswerkstatt Nördliche Innenstadt" durchgeführt.

ISEK Nördliche Innenstadt

Am 25.06.2015 hat der Völklinger Stadtrat das "Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) Nördliche Innenstadt" beschlossen. Das Entwicklungskonzept ist Grundlage und Voraussetzung für die Bereitstellung von Fördermitteln aus dem Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt - Investitionen im Quartier". Mit dem Bund-Länder-Programm werden Maßnahmen zur städtebaulichen und sozialen Aufwertung im Fördergebiet umgesetzt. Neben dem Erläuterungstext sind im ISEK mehrere Steckbriefe zu den geplanten Einzelmaßnahmen enthalten, die im Rahmen der Gesamtmaßnahme "Nördliche Innenstadt" zur städtebaulichen und sozialen Aufwertung umgesetzt werden sollen, sowie eine Kosten- und Finanzierungsübersicht. Verschiedene Kartendarstellungen geben einen Überblick über die Handlungsbereiche innerhalb des Fördergebietes.

Besser Wohnen im Quartier

Für die Menschen, die im Quartier "Nördliche Innenstadt" leben oder hier beruflich tätig sind, bedeutet dieses scheinbar simple Motto insbesondere:

  • eine Aufwertung des öffentlichen Raumes
  • eine Erhöhung der Lebens- und Wohnqualität
  • die Stärkung des Gemeinwesenangebots
  • die Schaffung von Strukturen zur Unterstützung verschiedener Bevölkerungsgruppen
  • die Förderung der sozialen und kulturellen Aktivitäten
  • die Stärkung der Versorgungsgrundlage
  • die Stärkung als Gewerbestandort
  • eine Verbesserung des Images

Mit den Bewohner/Innen, Akteuren und Verteter/Innen der Stadtverwaltung wurden im Rahmen der "Zukunftswerkstatt" in 2013/2014 Ideen entwickelt, die als Maßnahmen in das ISEK aufgenommen worden sind:

  • Öffentliche Räume aufwerten
  • Treffpunkte schaffen
  • Netzwerke stärken

Soziale Stadt: Energetisches Quartierskonzept Völklingen Innenstadt Nord

Mit Datum vom 25.06.2015 hat der Rat der Stadt Völklingen einstimmig dem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) „Nördliche Innenstadt“ zugestimmt.

Eine Maßnahme dieses ISEK ist unter anderem auch die Erstellung eines integrierten energetischen Quartierskonzeptes (IEQ). Ziel des energetischen Quartierskonzeptes ist es aufzuzeigen, welche technischen und wirtschaftlichen Energieeinsparpotenziale im Quartier bestehen und welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden können, um kurz-, mittel-, und langfristig CO2 – Emissionen zu reduzieren.

Eine solche Zielvorgabe entspricht den Klimaschutzzielen der Bundesregierung, die wiederum die Grundlage für entsprechende finanzielle Förderungen bilden. Vor diesem Hintergrund wurde von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) das Zuschussprogramm „Energetische Stadtsanierung“ aufgelegt. Das Programm verknüpft energetische Gebäudesanierung, effiziente Energieversorgungssysteme und den Ausbau erneuerbarer Energien mit demografischen, ökonomischen, städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Lösungsansätzen. 

Im Rahmen dieses Programmes wurde für das Gebiet der "Nördlichen Innenstadt" ein integriertes energetisches Quartierskonzpt erarbeitet. Die Erarbeitung des energetischen Quartierskonzeptes wurde mit Mitteln des KfW-Programmes "Energetische Stadtsanierung" und des operationellen Programmes EFRE Saarland im Ziel "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung" 2014 - 2020 finanziert.

In Ergänzung des Konzeptes wurde auch ein Energiehandbuch angelegt. In einer leicht verständlichen Sprache wendet sich dieses Handbuch direkt an die Eigentümer und Bewohner im Quartier. Durch die Veranschaulichung von zehn beispielhaft ausgewählten Gebäudetypen und entsprechend geeigneter, modulartig aufgebauter Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen können die Interessenten ihren individuellen Sanierungsfahrplan für das jeweilige Gebäude erstellen und den jeweils richtigen Zeitpunkt ermitteln.

Sowohl das Energetische Quartierskonzept, als auch das Energiehandbuch können über die folgenden Links eingesehen und heruntergeladen werden:

Kontakt

Stadt Völklingen
Fachdienst Stadtplanung und -entwicklung
Tel: +49 6898 13-2463
E-Mail

Stadtumbau West

Stadtumbau West

Die Stadt Völklingen beteiligt sich seit 2003 am Förderprogramm "Stadtumbau West". Den durch den Wandel in der Montanindustrie und den demografischen Wandel bedingten negativen Folgewirkungen, wie eine hohe Arbeitslosenquote, Wohnungs- und Gebäudeleerstände, soziale Probleme und eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung, kann die Stadt nicht allein entgegensteuern. Mit dem Programm "Stadtumbau West" unterstützen Bund und Land die Stadt bei ihrer Aufgabe sich frühzeitig den Wandlungsprozessen anzupassen. Zielsetzung ist dabei die Herstellung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen auf der Basis von Stadtentwicklungskonzepten.

Förderschwerpunkte des Programms sind insbesondere die Verbesserung des Wohnumfeldes, die Aufwertung  und der Umbau des vorhandenen Gebäudebestandes, der Rückbau leerstehender Gebäude sowie die Wieder- und Zwischennutzung freigelegter Flächen. Geförderte Stadtumbaugebiete in Völklingen befinden sich in der Innenstadt sowie im Stadtteil Fürstenhausen.

Im Jahr 2004 hat der Bund das neue Programm „Stadtumbau West“ mit Bundesfinanzhilfen gestartet. Ein entscheidendes Ziel, das die Bundesregierung mit dem Förderprogramm verfolgte, war bzw. ist, dass sich die Städte in den (alten) Bundesländern bereits frühzeitig und vorbeugend mit den notwendigen Anpassungsprozessen beschäftigen (können). Das Städtebauförderprogramm unterstützt vor allem solche Maßnahmen und Projekte, die zur Stärkung der Innenentwicklung und zur Optimierung der öffentlichen und privaten Infrastrukturen beitragen.

Das Programmvolumen für das Haushaltsjahr 2012 betrug ca. 4,7 Mio. €, für 2013 stehen für das Programm Stadtrumbau West ca. 5,4 Mio. € zur Verfügung (darin enthalten sind die 33,3% Eigenmittelanteile der Kommunen). Das jetzige Programm Stadtumbau West wird im Saarland mit dem Jahr 2015 enden, d.h. im Programmjahr 2015 werden letztmalig Fördermittel für die laufenden Stadtumbaumaßmahnen zur Verfügung gestellt, die dann bis Ende 2017 abzurufen sind.

Die Stadt Völklingen wurde mit Bescheid des Ministeriums für Umwelt, Energie und Verkehr vom 22.09.2005 in das Regelförderprogramm „Stadtumbau West“ aufgenommen. Voraussetzungen für die Förderung sind gemäß 171 b Baugesetzbuch die Erarbeitung eines Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes, sowie die förmliche Festlegung eines oder mehrere Stadtumbaugebiete durch förmlichen Beschluss des Stadtrates.

Der methodische Arbeitsprozess ist in 2 Handlungsebenen gegliedert:

  • 1. Schritt: Erarbeitung eines Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes für die Gesamtstadt (Gesamtstädtisches Konzept)
  • 2. Schritt: Erarbeitung städtebaulicher Teilkonzepte für die Ausweisung formaler Stadtumbaugebiete (Teilräumliches Entwicklungskonzept)

Nach einer umfassenden, gesamtstädtischen Bestandsaufnahme wurden im Gesamtstädtischen Entwicklungskonzept diejenigen Bereiche der Stadt identifiziert, in denen Stadtumbaubedarfe im Sinne des Förderprogramms „Stadtumbau West“ bestehen und zukünftige Stadtumbaugebiete mit unterschiedlicher Priorität empfohlen werden. Das sind: (1.Priorität: Innenstadt, 2.Priorität: Fürstenhausen, Fenne, 3.Priorität: Luisenthal, 4.Priorität: Wehrden (Wehrden nur deshalb an 4. Stelle, da durch das Regelförderprogramm „Soziale Stadt“ in den letzten Jahren bereits mehrere Maßnahmen erfolgreich umgesetzt wurden)

Inhalt des Gesamtstädtischen Entwicklungskonzeptes ist aber nicht nur die Ermittlung der potenziellen Stadtumbaugebiete, vielmehr sind auch zukünftige städtebauliche Entwicklungslinien festzulegen. Hier wurde im Rahmen einen Workshops am 07.02.2007 mit Vertretern aus Politik und Stadtverwaltung ein Städtebauliches Leitbild mit Entwicklungszielen und Handlungsstrategien erarbeitet.

Der Stadtrat hat am 04.09.2007 dem Gesamtstädtischen Entwicklungskonzept und dem darin enthaltenen städtebaulichen Leitbild einstimmig zugestimmt.

Folgende Themenfelder stehen im Vordergrund

  • Geschäftsstandort Innenstadt: Aufwertung der Geschäftsstraßen, Konzentration und Stabilisierung von Einzelhandel und Dienstleistungen
  • Erlebnisraum Innenstadt: Verbesserung und Aufwertung des Gastronomie- und Kulturangebotes
  • Wohnen und Grün in der Innenstadt: Impulse zum Umbau des innerstädtischen Wohnungsbestandes
  • Stadtbildprägende Einzelobjekte: Konzepte zur Umnutzung oder zum Rückbau von stadtbildprägenden Großimmobilien

Stadtumbau West: Innenstadt

Stadtumbau: Völklingen Innenstadt

Durch die massiven Umstrukturierungen der Montanindustrie im Saarland hat die Innenstadt von Völklingen seit über zwanzig Jahren in besonders starkem Ausmaß unter den Folgen des wirtschaftlichen Wandels im Saarland zu leiden. Die Häufung von Ladenleerständen, überdurchschnittliche Arbeitslosigkeit, eine überalterte Wohnsubstanz und ein hoher Anteil von Einwohnern mit Migrationshintergrund trugen zur Entwicklung eines Negativimages der Innenstadt bei.

 

Vor diesem Hintergrund wurde der engere Citybereich "Innenstadtdreieck" (Rathausstraße/Bismarckstraße/Poststraße) zunächst ab 2002 als Ex-WoSt-Modellvorhaben und später 2007 in das Regelprogramm "Stadtumbau West" aufgenommen. Durch diese Übernahme in das Bund-/Länderfördergrogramm "Stadtumbau West" war es möglich, den begonnenen Stadtumbauprozess weiterzuführen.

Für das Programmgebiet "Stadtumbau West" ergab sich nach der Erweiterung des Programmgebietes die Notwendigkeit, das letztmalig 2006 fortgeschriebene Handlungskonzept des Ex-WoSt-Modellvorhabens, ebenfalls in einem neuen Konzeptansatz fortzuschreiben. Am 16.09.2010 wurde das Teilräumliche Entwicklungskonzept "Völklingen-Innenstadt" vom Stadtrat beschlossen.

2007 wurde das bis dato ausgewiesene Programmgebiet "Stadtumbau West" deckungsgleich mit dem Programmgebiet "Soziale Stadt" im engeren Citybereich auf die angrenzenden Wohn- und Verwaltungsbereiche erweitert.

Gesamtvolumen der Maßnahmen im Ex-WoSt-Modellvorhaben

"Stadtumbau West - Völklingen Innenstadt"

(abzüglich der Berücksichtigung von Einnahmen):   4 Mio. €

Gesamtvolumen der Maßnahmen im Regelprogramm

Stadtumbau West - Völklingen Innenstadt              5.5 Mio. €

"Platz der Versöhnung"

Mit dem neu gestalteten „Platz der Versöhnung“ hat das Umfeld der ev. Versöhnungskirche eine Aufwertung erfahren, die der historischen Bedeutung des exponierten Baudenkmals im Stadtbild Völklingens gerecht wird. Mit dem Erwerb und Abbruch des Wohngebäudes Moltkestraße 35 wurde die Neugestaltung des Platzbereiches eingeleitet. Unter dem Leitthema „Begegnung im Skulpturengarten“ wurde nach intensiver Abstimmung mit der ev. Kirchengemeinde und dem Landesdenkmalamt zunächst mit der Sanierung der historischen Mauer- bzw. Treppenanlage begonnen. Im Anschluss daran erfolgte die Herstellung der neuen Freiflächen mit einer ganzjährig blühenden Vegetation und frei angeordneten Stahlskulpturen. Der Völklinger Künstler Horst Reinsdorf hat das Thema „Begegnung“ in Form von übergroßen Stahlfiguren in unterschiedlichen Lebensabschnitten zum Ausdruck gebracht.

Teilräumliches Konzept für das Programmgebiet Völklingen - Innenstadt und Abrissmaßnahme ehemaliger Kaufhof und Umgebung

Die erste Fortschreibung des Teilräumlichen Entwicklungskonzeptes befindet sich seit Oktober 2016 in Bearbeitung.
Wenn Sie die Datei herunterladen möchten, klicken Sie bitte unten

Stadtumbau West: Fürstenhausen

Gesamträumliches Entwicklungskonzept Völklingen und Teilräumliches Entwicklungskonzept Fürstenhausen

Über folgende Downloads können die am 18.09.2014 vom Stadtrat beschlossene 1. Fortschreibung des Teilräumlichen Entwicklungskonzeptes Fürstenhausen mit einer darauf bezogenen Fortschreibung des Gesamtstädtischen Entwicklungskonzeptes sowie zwei Pläne des Teilräumlichen Entwicklungskonzeptes eingesehen werden.

"Neue Mitte" Fürstenhausen

Auf einer Fläche von ca. 1 Hektar wird in Fürstenhausen im Bereich zwischen der Saarbrücker Straße und dem Sportplatz eine neue, attraktive Ortsmitte entstehen. Für 1,2 Mio. € soll im Rahmen des Städtebauförderprogramms "Stadtumbau West" eine neue Platzfläche, ein kleiner Landschaftspark mit einem integrierten Spielplatz sowie ein Multifunktionsfeld gebaut werden. Flankiert wird das Projekt durch den Bau weiterer Parkplätze.

Wenn Sie den Übersichtsplan einsehen oder downloaden möchten, klicken sie bitte unten

EFRE: Europäische Fonds für regionale Entwicklung

Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) fördert den Ausgleich der wirtschaftlichen und sozialen Differenzen in der Europäischen Union und unterstützt den Abbau von Ungleichheiten zwischen den einzelnen Regionen.

 

Informationen zum Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in der Förderperiode 2014 - 2020 finden Sie auf der Homepage des Saarlandes www.saarland.de

Abrissmaßnahme des Kaufhofgebäudes

Die Abrissmaßnahme des Kaufhofgebäudes, des Parkhauses sowie der umliegenden Anwesen in der Karl-Janssen-Straße, der Alte Schulstraße und der Rathausstraße wird durch das operationelle Programm ERFE Saarland "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung 2014 - 2020" im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme "Stadtumbau West - Innenstadt" mit folgenden Mitteln gefördert: 50 % EU-Mittel, 16,66 % Bundesmittel, 16,66 % Landesmittel sowie 16,66 % Eigenmittel der förderfähigen Ausgaben.

Das ehemalige Kaufhausgebäude liegt innerstädtisch zentral in der Rathausstraße. Der drei- bis viergeschossige Gebäudekomplex mit ein bis zwei Untergeschossen wurde 1967 erbaut. Parallel dazu wurde Ende der 1960iger Jahre ein viergeschossiges Parkhaus errichtet. Die unmittelbar angrenzenden Parkdecks waren über eine Fußgängerbrücke direkt mit dem Kaufhofgebäude verbunden. Nach Fertigstellung wurde 1968 in dem Gebäudekomplex ein Kaufhaus mit Vollsortiment und Lebensmittelabteilung eröffnet. In den 1980iger Jahren erfolgten erstmalig Abteilungsschließungen. Auch die durchgeführten Umbaumaßnahmen 1988 verhinderten in den 1990iger Jahren nicht die weiteren Reduzierungen im Warensortiment. 1999 hat dann die Kaufhof AG ihre Fachfiliale „Mode und Sport“ endgültig geschlossen. Mit der Schließung des Kaufhofs wurde auch das Parkhaus geschlossen. Zusammen mit dem wirtschaftlichen Strukturwandel in der Stadt führte dieser prominente Leerstand zu einem deutlichen Attraktivitätsverlust der Völklinger Innenstadt. Sowohl die Stadt Völklingen als auch der damalige private Immobilienbesitzer haben in der Folgezeit nach einer Nachfolgenutzung für die Immobilie gesucht. Die Teilnahme der Stadt Völklingen an dem ExWoSt-Forschungsfeld „Stadtumbau West“ ab dem Jahr 2002 stellte insbesondere die Revitalisierung dieses Standortes in den Focus der städtebaulichen Entwicklung. Die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die Umnutzung des Gebäudes kam 2006 zu dem Ergebnis, dass eine Sanierung mit einem zukunftsorientierten Umbau wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, sodass die Stadt Völklingen 2006 die Immobilie von dem Vorbesitzer erworben hat. Von März 2007 bis zum September 2008 erfolgte dann durch die Stadt Völklingen der Abriss eines ersten Gebäudeteils von der Alten Schulstraße bis zur Karl-Janssen Straße. Seit Dezember 2016 hat der Abriss des Kaufhofgebäudes, des Parkhauses sowie der umliegenden Anwesen in der Karl-Janssen-Straße, Alten Schulstraße sowie Rathausstraße begonnen.

EFRE: Energetisches Quartierskonzept Völklingen Innenstadt Nord

Mit Datum vom 25.06.2015 hat der Rat der Stadt Völklingen einstimmig dem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) „Nördliche Innenstadt“ zugestimmt. Eine Maßnahme dieses ISEK ist unter anderem auch die Erstellung eines integrierten energetischen Quartierskonzeptes (IEQ). Ziel des energetischen Quartierskonzeptes ist es aufzuzeigen, welche technischen und wirtschaftlichen Energieeinsparpotenziale im Quartier bestehen und welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden können, um kurz-, mittel-, und langfristig CO2 – Emissionen zu reduzieren.

Eine solche Zielvorgabe entspricht den Klimaschutzzielen der Bundesregierung, die wiederum die Grundlage für entsprechende finanzielle Förderungen bilden. Vor diesem Hintergrund wurde von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) das Zuschussprogramm „Energetische Stadtsanierung“ aufgelegt. Das Programm verknüpft energetische Gebäudesanierung, effiziente Energieversorgungssysteme und den Ausbau erneuerbarer Energien mit demografischen, ökonomischen, städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Lösungsansätzen. 

Im Rahmen dieses Programmes wurde für das Gebiet der "Nördlichen Innenstadt" ein integriertes energetisches Quartierskonzpt erarbeitet. Die Erarbeitung des energetischen Quartierskonzeptes wurde mit Mitteln des KfW-Programmes "Energetische Stadtsanierung" und des operationellen Programmes EFRE Saarland im Ziel "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung" 2014 - 2020 finanziert.

In Ergänzung des Konzeptes wurde auch ein Energiehandbuch angelegt. In einer leicht verständlichen Sprache wendet sich dieses Handbuch direkt an die Eigentümer und Bewohner im Quartier. Durch die Veranschaulichung von zehn beispielhaft ausgewählten Gebäudetypen und entsprechend geeigneter, modulartig aufgebauter Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen können die Interessenten ihren individuellen Sanierungsfahrplan für das jeweilige Gebäude erstellen und den jeweils richtigen Zeitpunkt ermitteln.

Sowohl das Energetische Quartierskonzept, als auch das Energiehandbuch können über die folgenden Links eingesehen und heruntergeladen werden: