Stadt Völklingen

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Grünes Licht für neuen „Völklinger Platz“: Städtebauliche Aufwertung des zentralen Stadteingangs am UNESCO-Welterbe Völklinger Hütte

24.05.2006  

44/2006

Grünes Licht für die Neugestaltung des „Völklinger Platzes“ und damit für eine Aufwertung des zentralen Eingangsbereiches am UNESCO-Welterbe Völklinger Hütte hat der Stadtrat Völklingen gegeben. Damit ist der Weg frei für eines der ehrgeizigsten Völklinger Projekte.

 

Oberbürgermeister Klaus Lorig erklärte, der geplante neue Stadteingang werde eine zentrale Drehscheibe für die Besucherinnen und Besucher des UNESCO-Welterbe Völklinger Hütte. Seit der Ernennung der Alten Völklinger Hütte zur Welterbe-Stätte im Jahre 1994 haben über 1 Million Touristen die „Kathedrale der Industriekultur“ besucht. Die neue Platzgestaltung ermögliche, so Lorig, eine verbesserte moderne Lenkung der Besucherströme. Die Neugestaltung des Stadteinganges wird insgesamt 2,3 Millionen Euro kosten und wird zu über 70 Prozent durch das Landesprogramm „Förderung der touristischen Infrastruktur“ sowie durch das Förderprogramm „Städtebauförderung“ finanziert. Die Stadt Völklingen trägt rund 700.000 Euro zur Finanzierung bei.

 

Im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung wurden Vorschläge für eine Gestaltung des Bereiches zwischen der Gebläsehalle, dem Welterbe und der Bahnunterführung einschließlich der Erschließung des Welterbegeländes über die Kohlengleisbrücke erarbeitet, mit dem Ziel, eine enge Verzahnung der beiden städtischen Teilräume zu erreichen. Die hohe strategische Bedeutung des Projektraumes als Scharnierfunktion zwischen dem Kulturdenkmal und der Innenstadt bedarf einer hochwertigen Gestaltung, die gleichzeitig alle funktionalen Anforderungen an die Erschließung des UNESCO-Welterbes und an die verkehrliche Funktion des umliegenden Straßenraumes erfüllt.

 

Ende vergangenen Jahres wurde das Gesamtprojekt im Ausschuss für Stadtentwicklung, Natur und Umweltschutz des Völklinger Stadtrates vorgestellt. Die Verwaltung erhielt damals den Auftrag, mit den Zuschussgebern zur Sicherstellung der Finanzierung die notwendigen Verhandlungen aufzunehmen. Nach Gesprächen mit Vertretern des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit stand Anfang April 2006 fest, dass für die erste Phase der Baumaßnahme eine Zuwendung zur Förderung der touristischen Infrastruktur aufgebracht werden kann. Es handelt sich bei diesem Bauabschnitt um den zentralen Bereich des Völklinger Platzes, der wesentlich umgestaltet wird. Dieser Abschnitt sieht die Erschließung des Welterbes über eine Rampe vor, die mit einer Treppenanlage den Höhenunterschied zwischen Straßenebene und Brücke überwindet. Diese Rampe wird überdacht, wobei das Dach gegebenenfalls auch ein mediales Informationssystem aufnehmen kann. Die Kosten betragen rund 1.920.000 Euro. Die Förderung aus Landesmitteln und Mitteln des „Ziel 2-Programmes“ erfolgt mit insgesamt 70 Prozent. So bleibt für die Stadt Völklingen die Finanzierung von 30 Prozent der Kosten, was dem Betrag von 576.000 Euro entspricht.

 

Auch das Ministerium für Umwelt wurde um Unterstützung der Gesamtmaßnahme gebeten. Ein Teilprojekt der Gesamtmaßnahme liegt im Bereich vor dem „Globus“-Getränkemarkt, der als Parkplatzfläche ausgebaut wird. Diese Parkplätze stehen sowohl dem „Globus“ als auch dem Welterbe und der Stadt zur Verfügung. Sie beinhalten fünf Behindertenparkplätze, die sich unmittelbar an dem behindertengerechten Zugang zur Kohlengleisbrücke befinden.

 

Die Neugestaltung der Parkplatzfläche erreicht ein Investitionsvolumen von 430.000 Euro. Es soll aus Mitteln der Städtebauförderung mit rund 66 Prozent mitfinanziert werden. Die Stadt hat damit Eigenmittel in Höhe von 143.334 Euro aufzubringen.