Stadt Völklingen

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Planungen zum ehemaligen Kaufhof: „Unser Ziel ist auch eine Aufwertung des historischen Alten Rathauses durch eine großzügige Platzgestaltung“

14.02.2006  

17/2006

 Planungen zum ehemaligen Kaufhof: „Unser Ziel ist auch eine Aufwertung des historischen Alten Rathauses durch eine großzügige Platzgestaltung“


Vor dem Hintergrund von öffentlichen Diskussionen zu den städtischen Planungen hinsichtlich der Zukunft des ehemaligen Kaufhofes hat Oberbürgermeister Klaus Lorig darauf hingewiesen, dass die Vorgehensweise mit allen Akteuren auf Landesebene abgestimmt sei und dass alle maßgeblichen Stellen in die Planungsprozesse von Anfang an mit einbezogen seien.

Lorig: „Wir haben eine ganz klare Zielvorstellung, wobei dies Zwischenlösungen nicht ausschließt. Dies ist eine Vorgehensweise, die üblich und anerkannt ist. Dabei geht es uns auch um eine Aufwertung des unter Denkmalschutz stehenden Alten Rathauses. Ängste, dass das historische Gebäude, das mit Recht unter Denkmalschutz steht, durch die Planungen in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, entbehren jeder Grundlage, da es uns ja gerade darum geht, durch eine großzügige Platzggestaltung gegenüber dem Alten Rathaus eine Aufwertung des das Stadtbild prägenden Gebäudes ebenso zu erreichen wie eine Aufwertung des gesamten Umfeldes.“

Lorig warnte dabei aber vor „unverantwortlichen Wortmeldungen“ in der Öffentlichkeit. Selbstverständlich habe er nichts gegen öffentliche konstruktive Vorschläge, allerdings sei zu bedenken, dass die Interessen des Eigentümers des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes in diesem Gesamtprozess ebenso zu berücksichtigen seien. Lorig zeigte sich aber zuversichtlich, dass durch die bisherigen Gespräche und Abstimmungen mit allen(!) Beteiligten ein konstruktives und zügiges Vorgehen in Zukunft möglich sei.

Im Rahmen des ExWoSt-Modellprojektes Stadtumbau-West Innenstadt Völklingen sei ein Maßnahmenplan erarbeitet worden, dessen Handlungsfelder im Detail mit dem Ministerium für Umwelt abgestimmt sind. Es entspreche der üblichen Vorgehensweise, nicht nur in diesem Projekt, dass nach Definition der Rahmenbedingungen die Planungen der einzelnen Projekte sowohl mit den lokalen Akteuren als auch mit dem Land abgestimmt werden. Natürlich treffe dies auch für den Bereich des ehemaligen Kaufhofs zu, sagte der Oberbürgermeister abschließend.

Die Stadt Völklingen hatte die Landesentwicklungsgesellschaft(LEG) mit der Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie beauftragt, mit der besonderen Auflage, zwei Varianten zum Umgang mit dem Gebäude zu untersuchen.

Eine Variante war der Abriss des Querriegels, um vor dem historischen Gebäude des Alten Rathauses wieder einen Platz anzulegen, der dieses herausragende Gebäude auch wieder städtebaulich aufwertet. Dieses Ziel ist Bestandteil des Maßnahmenplanes und wird nach Einigung mit Herrn Ostrolenk als Eigentümer über ein besonderes Planungsverfahren (sogenanntes Mehrfachbeauftragungsverfahren) realisiert. Dieses Verfahren ist von Seiten der Stadt Völklingen bereits mehrfach erfolgreich angewendet worden und hat im Fall des Rathausvorplatzes zum Inhalt, eine aufeinander aufbauende zweistufige Planung zu entwickeln.

Es ist im bundesweiten Stadtumbau üblich, bis zur einer endgültigen Investitionslösung mit Zwischennutzungen zu arbeiten. Um auch hier eine Zwischennutzung städtebaulich ansprechend und im Vorgriff auf eine endgültige Lösung zu gestalten, ist der Sachverstand und die Kreativität der Planer gefragt. Das gewählte Planungsverfahren bietet der Stadt die Gewähr dafür, eine Bandbreite von verschiedenen Lösungen zu erhalten, aus denen die im Konsensverfahren ausgewählte Lösung zwischen den lokalen Akteuren: Stadt, Rat, Eigentümer, Bürgerschaft und Ministerium (Städtebau und Denkmalschutz) letztendlich realisiert werden kann.