Stadt Völklingen

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Platz an der Versöhnungskirche: Eine städtebauliche Aufwertung

Nr. 40/2016

Im Beisein von Oberbürgermeister Klaus Lorig und Pfarrerin Rita Wild wurde nun der Platz an der Versöhnungskirche offiziell eingeweiht. Der Platz direkt an der Moltkestraße wird in Zukunft den Namen „Platz der Versöhnung“ tragen. Bei der Einweihung  erklärte Lorig, mit der neuen Gestaltung erfahre die Versöhnungskirche eine enorme Aufwertung, die der historischen Bedeutung der Kirche und des gesamten Umfeldes gerecht werde. In Zukunft solle hier für die Bürgerinnne und Bürger ein Platz der Begegnung entstehen.

Der städtebauliche Entwurf zur Umfeldgestaltung der Versöhnungskirche in Völklingen unterstreicht die herausragende Stellung der Versöhnungskirche im Stadtbild Völklingens und wertet diesen Bereich in besonderem Maße auf. Das neue Umfeld der Kirche soll dabei zukünftig in unterschiedliche Funtionsbereiche gegliedert werden. Ein interkultureller Garten, eine Spiellandschaft und neue Grünflächen und Plätze mit hoher Aufenthaltsqualität sollen den öffentlichen Raum bereichern und damit ein vielfältiges Angebot an Nutzungsmöglichkeiten bieten. Die Nutzungsvielfalt im Sinne von vitaler Urbanität soll an diesem besonderen Ort den Aspekt der sozialen Kontrolle fördern und damit nachhaltig zu einem lebendigen, generationsübergreifenden Ort im Zentrum der Innenstadt werden.

Durch den Abbruch des Wohngebäudes Moltkestraße 35 im Jahr 2014 ergab sich für die Stadt Völklingen die Chance, einen ersten Bauabschnitt des Städtebaulichen Rahmenplanes zu verwirklichen. Der sogenannte Cour d’honneur (Ehrenhof), bis dahin lediglich als Parkplatz genutzt, wurde unter Würdigung der historischen Plangeometrie, zu einem Ort der Begegnung und des Verweilens umgestaltet. Unter dem Leitthema „Begegnung im Skulpturengarten“ wurde nach intensiver Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt und der Kirchengemeinde im Juni des vergangenen Jahres mit der Sanierung der historischen Maueranlage begonnen. Im Anschluss daran erfolgte die Herstellung der neuen Freiflächen von Oktober 2015 bis März 2016.

Durch die Rückbesinnung auf die ursprünglich symmetrisch aufgebaute Anlage, mit der Ausrichtung auf die Mittelachse der Kirche entstand eine großzügige Platzsituation, die den Blickkorridor aus Richtung Rathaus auf das Kirchenbauwerk freilegt.

Entlang der zentralen Promenade, die sich zwischen Moltkestraße und Versöhnungskirche wie ein Teppich aufspannt, sind kleine Platztaschen angeordnet die mit dem historischen Kopfsteinpflaster befestigt wurden. Üppig blühende Zierkirschen sind die Leitgehölze dieses neuen grünen Refugiums inmitten des städtischen Quartiers.

In ganzjährig blühenden Vegetationsflächen wurden Skulpturen des Völklinger Künstlers Horst Reinsdorf frei angeordnet. Leitthema des künstlerischen Entwurfs ist das Thema ´Begegnung`, dass der Künstler in Form von übergroßen Stahlfiguren in unterschiedlichen Lebensabschnitten zum Ausdruck gebracht hat. Gemeinsam mit der neu gestalteten Außengastronomiefläche des vorhandenen Gasthauses, greift eine langgestreckte Bankskluptur ebenfalls das Thema Begegnung auf und bildet den Auftakt zum neuen ´Platz der Versöhnung`.

Die Maßnahme wurde mit Mitteln des Bundes und des Landes über Fördermittel der Städtebauförderung sowie mit Eigenmittel der Stadt Völklingen verwirklicht.