Stadt Völklingen

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Projektierung einer innovativen Anlage für die Meeresfischzucht in Verbindung mit dem Bau einer Biogasanlage in der Stadt Völklingen

13.07.2006  

69/2006

Die Stadtwerke Völklingen projektieren gemeinsam mit der International Fish Farming Technologie(IFFT) sowie der STEAG Saar Energie AG auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei Fürstenhausen eine Anlage zur Produktion von Meerwasserfischen in Verbindung mit dem Bau einer Biogasanlage. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund 25 Millionen Euro.

 

In einer Pressekonferenz stellte Oberbürgermeister Klaus Lorig gemeinsam mit den Vertretern der IFFT und der STEAG Saar Energie AG das Vorhaben vor. Dabei betonte Lorig, dass die Stadt Völklingen mit dem Bau dieses Gesamtprojektes technologisches Neuland mit einem großen Zukunftspotential betrete. Lorig: „Wir wollen mit diesem Projekt die Basis schaffen für neue ökonomische Entwicklungen, die unserer Stadt den Weg in die Zukunft zeigen. Mit unserem jetzigen Vorhaben können wir für unsere Stadt Zeichen setzen und eine Vorreiterrolle in dem Bereich Lebensmittelproduktion übernehmen. Unsere Stadt verfügt bereits über innovative Unternehmen dieser Art. Mit dem neuen heute vorgestellten Projekt wollen wir diesen Bereich weiter ausdehnen.“

 

Geplant ist in Völklingen eine sogenannte „Geschlossene Marikultur-Kreislaufanlage“, die von der IFFT in der gezielten Zusammenführung unterschiedlicher Technologien und unter Einbezug biologischer Grundlagenforschung in eigenen Pilotanlagen entwickelt worden ist. Vor dem Hintergrund einer weltweit steigenden Nachfrage nach Produkten wie Fischen, Schalentieren, Muscheln, Makro- und Mikroalgen für die Ernährung, aber auch für Anwendungen in der Pharmazie und Kosmetik kommt derartigen Anlagen eine innovative und für die Zukunft richtungsweisende Bedeutung zu.

 

Betrieben wird diese Marikultur-Kreislaufanlage in Verbindung mit einer Biogasanlage, die unter anderem den Energiebedarf der Anlage sicherstellt. Weiterhin ist es möglich, durch den Betrieb der Biogasanlage weitere vielfältige Synergien zu nutzen.

 

Die erste Speisefischzuchtanlage dieser Art mit völlig geschlossenem Wasserkreislauf wird von der IFFT in Hannover als Referenzanlage in Zusammenarbeit mit Meeresbiologen der Universität Kiel betrieben.